Bundesamt für Naturschutz

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Gemeinsame Agrarpolitik (GAP)


Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) -
Grundzüge für eine flächendeckende naturverträgliche Landwirtschaft?

 Die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) der EU stellt einen entscheidenden Schlüssel zu einer flächendeckend natur- und umweltverträglichen Landbewirtschaftung in Europa dar. Mit einem Gesamtbudget von derzeit 56 Milliarden Euro pro Jahr eröffnet die GAP Möglichkeiten zur Förderung einer von der Gesellschaft anerkannten naturverträglichen und klimaschonenden Agrar-Produktion. Dadurch besitzt sie ein großes Potential, einen wichtigen Beitrag zu zentralen europäischen Umweltzielen, wie der Umsetzung der Fauna-Flora-Habitat- und der Wasserrahmen-Richtlinie sowie dem Erreichen der europäischen Klimaziele, zu leisten. Diese Ziele sind jedoch nur zu erreichen, wenn der Natur- und Ressourcenschutz sich nicht ausschließlich auf Schutzgebiete beschränkt, sondern auch auf der bewirtschafteten Fläche hinreichend Platz findet.


Eine bedeutende Rolle für den Naturschutz in der Agrarlandschaft spielt die sogenannte zweite Säule mit dem Europäischen Landwirtschaftsfonds zur Entwicklung des ländlichen Raumes (ELER), über den die Agrarumweltförderung finanziert wird. Dazu zählen  die Agrarumweltmaßnahmen, der Vertragsnaturschutz, Natura 2000-Ausgleich und Maßnahmen zur Erhaltung des ländlichen Erbes. Ein weiteres wichtiges Element ist die Cross Compliance (CC-) Regelung die mit den Reformen der Agenda 2000 in die GAP eingebracht wurde. Die CC-Bestimmung koppelt die Einkommenshilfen (Direktzahlungen) für die Landwirte der ersten Säule an bestimmte Umwelt- und Naturschutzanforderungen wie z.B. Umwelt, Klimaschutz und guten landwirtschaftlichen Zustand, Gesundheit von Mensch, Tier und Pflanze sowie Auflagen an den Tierschutz.


Die Weichen für den Natur- und Umweltschutz in der europäischen Agrarlandschaft wurden für den Zeitraum nach 2013 neu gestellt. Die zuständigen politischen Gremien suchen in der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) nach Lösungen der Zielkonflikte zwischen einer nachhaltigen Natur- und Umweltentwicklung in der Agrarlandschaft und einer wettbewerbsfähigen Landwirtschaft. Ihre Entscheidungen sind vor allem auf wissenschaftliche Ergebnisse sowie sachverständige Beratung angewiesen.


Das BfN bringt sich in die Diskussion um di